Online-Kurse verkaufen mit Moodle – vom Kursangebot bis zur Zahlung
Sie wollen Ihre Kurse nicht nur bereitstellen, sondern verkaufen – ohne Marktplatz dazwischen. Moodle bringt dafür Einschreibemethoden und Zahlungsanbindungen mit: Interessierte buchen, zahlen und landen direkt im Kurs. Wir hosten die Plattform DSGVO-konform in Deutschland, damit Sie sich um Ihre Inhalte kümmern können.
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Wie funktioniert Kursverkauf in Moodle?
Der Verkauf läuft über die Einschreibung. Moodle steuert, wer wie in einen Kurs kommt – und eine dieser Methoden ist die Bezahlung. Nach erfolgreicher Zahlung schreibt das System die Person automatisch ein.
- Einschreibemethoden – Selbsteinschreibung mit Einschreibeschlüssel, manuelle Einschreibung, Kohorten oder eben kostenpflichtige Einschreibung. Mehrere Methoden lassen sich pro Kurs kombinieren.
- Zahlungs-Plugins – Moodle bringt seit Version 3.11 eine eigene Zahlungs-Schnittstelle (Payments API) mit; über Zahlungs-Plugins binden Sie Zahlungsdienstleister an. Welche Anbieter für Sie in Frage kommen, klären wir im Setup. Die konkrete Auswahl richtet sich nach Ihrem Szenario.
- Gutscheine und Rabatte – über Gutschein- beziehungsweise Coupon-Plugins lassen sich Aktionscodes, Firmenkontingente oder Freiplätze abbilden. Welches Plugin wir dafür einrichten, stimmen wir mit Ihnen ab.
- Zugangsdauer – Einschreibungen können befristet werden, etwa auf 6 oder 12 Monate ab Kauf. Danach endet der Zugriff automatisch, eine Verlängerung ist möglich.
Was Moodle darüber hinaus mitbringt, zeigt die Seite Funktionen →.
Was Sie dafür brauchen
Technisch: eine Moodle-Installation, für die Sie eigene Plugins installieren dürfen. Genau hier scheitert MoodleCloud, weil dort keine eigenen Plugins möglich sind. MoodleCloud-Alternative →
Organisatorisch brauchen Sie vier Dinge: ein Vertragsverhältnis mit einem Zahlungsdienstleister, eine saubere Kursbeschreibung mit Preis und Leistungsumfang, einen Weg zur Rechnungsstellung und geklärte Rechtstexte. Den technischen Teil richten wir mit Ihnen ein – Plugin-Installation, Konfiguration der Einschreibemethode und Testkauf. Hosting ansehen → · Support →
Moodle vs. Kursplattform-Anbieter
| Moodle auf eigener Plattform | Kursmarktplatz / SaaS-Kursplattform | |
|---|---|---|
| Gebühren pro Verkauf | Gebühren des Zahlungsdienstleisters; keine zusätzliche Plattformprovision | zusätzlich Plattformprovision oder Umsatzbeteiligung, je nach Anbieter |
| Datenbesitz | Teilnehmer- und Kursdaten liegen bei Ihnen, Serverstandort Deutschland | Daten liegen beim Anbieter, Standort und Zugriff je nach AGB |
| Gestaltungsfreiheit | eigenes Design, eigene Domain, eigene Kursstruktur und Plugins | vorgegebene Oberfläche, Anpassung im Rahmen des Anbieters |
| Zertifikate | frei gestaltbar, automatisch bei Abschluss | abhängig vom Funktionsumfang des Anbieters |
| Community | Foren, Gruppen, Feedback und Bewertung im Kurs | je nach Plattform, oft eingeschränkt |
Die konkreten Gebührensätze unterscheiden sich je Anbieter und Tarif stark und ändern sich regelmäßig – prüfen Sie sie vor der Entscheidung direkt beim jeweiligen Anbieter. Verlässlich ist der strukturelle Unterschied: Beim eigenen Moodle zahlen Sie Hosting und Zahlungsgebühren, beim Marktplatz kommt die Plattformbeteiligung dazu.
Rechtliches im Blick
Wer Kurse an Verbraucherinnen und Verbraucher verkauft, verkauft digitale Inhalte oder Dienstleistungen – mit entsprechenden Pflichten. Drei Punkte sollten Sie früh klären:
- Widerrufsrecht – bei Verträgen mit Verbrauchern gelten Widerrufsregeln; für digitale Inhalte gibt es besondere Anforderungen an Hinweis und Zustimmung vor Beginn der Leistung.
- Rechnungen – Kaufbelege müssen die gesetzlichen Pflichtangaben enthalten. Manche Zahlungs-Plugins erzeugen Belege, andere nicht; klären Sie, welches System Ihre Rechnungen ausstellt.
- Steuern – Umsatzsteuer, Steuersätze und der Ort der Leistung hängen von Ihrer Situation und der Ihrer Kunden ab, gerade bei Verkäufen ins Ausland.
Das ist ein Überblick, keine Rechtsberatung. Lassen Sie Ihre Kursbedingungen, Widerrufsbelehrung und steuerliche Einordnung von einer fachkundigen Stelle prüfen. Zum Datenschutz Ihrer Plattform: Moodle und DSGVO → sowie Moodle DSGVO-konform betreiben →
So starten Sie
- Plattform buchen und Moodle einrichten lassen. Preise →
- Zahlungsdienstleister auswählen und Konto anlegen.
- Zahlungs-Plugin installieren und verbinden – das übernehmen wir.
- Kurs anlegen, Preis und Zugangsdauer festlegen, Beschreibung schreiben.
- Testkauf durchführen, Beleg und Einschreibung prüfen.
- Kurs veröffentlichen und bewerben.
Wenn Sie als Verein, Trainer oder Coach verkaufen, passt dazu die Seite Moodle für Vereine, Trainer und Coaches →. Für interne und externe Schulungen im Unternehmen: Moodle für Unternehmen →
Häufige Fragen zum Kursverkauf mit Moodle
Brauche ich einen Onlineshop zusätzlich zu Moodle? In der Regel nicht. Kauf und Einschreibung laufen in Moodle. Ein externer Shop lohnt sich erst bei komplexen Produktkatalogen oder Bundles.
Welche Zahlungsanbieter kann ich nutzen? Das hängt vom eingesetzten Zahlungs-Plugin ab. Die für Sie passende Auswahl klären wir vor der Einrichtung.
Kann ich Gutscheincodes vergeben? Ja, über Gutschein-Plugins – etwa für Aktionen, Firmenkontingente oder Freiplätze.
Kann ich den Zugang zeitlich begrenzen? Ja. Einschreibungen lassen sich befristen, der Zugriff endet dann automatisch.
Erhalten Teilnehmende automatisch eine Rechnung? Das hängt vom Zahlungsanbieter und Plugin ab. Manche erzeugen Belege selbst, sonst stellen Sie die Rechnung aus Ihrem eigenen System.
Kann ich Abos oder Ratenzahlung anbieten? Das hängt vom Zahlungsanbieter und dem Plugin ab. Ob das für Ihr Szenario möglich ist, prüfen wir gemeinsam mit Ihnen.
Wem gehören meine Kursinhalte und Teilnehmerdaten? Ihnen. Die Daten liegen auf Servern in Deutschland und lassen sich jederzeit exportieren.